Erlebnisse von Meditationen umsetzen

Immer mal wieder werde ich gefragt, was der Inhalt von dieser oder jenen Meditationserfahrung bedeuten soll.

Im Gegensatz zu manchen Traumdeutern, nehme ich für mich nicht in Anspruch, genau zu wissen, um was es geht und was die Bedeutung denn nun ist.

Nachfolgend gebe ich ein paar persönliche Gedanken und Hinweise wieder. Dabei möchte ich ausdrücklich nochmals betonen, dass dies nur meine eigene Meinung ist. Und es gibt so viele verschiedene Meinungen, weil viele Menschen auf der Welt existieren. Und das ist auch gut so!

Und deshalb schreibe ich auch in Ich-Form!

Nun denn...
In den Seminaren weise ich öfter darauf hin, dass die Kommunikation in tiefen Meditations- und Entspannungszuständen mehr und mehr symbolisiert wird. Deshalb nehme ich eine Erfahrung oder die Antwort auf eine Frage nur in seltenen Fällen wörtlich.
Vielmehr stelle ich meine Fragen offen. Dies bedeutet, dass die Antwort viel ausführlicher ist, als nur Ja oder Nein. Ich bekomme statt dessen Möglichkeiten und Variationen des gleichen Themas gezeigt.

Zum Beispiel:
Wenn ich nun daran interessiert bin, wie es beruflich in meinem Leben weitergehen soll, dann bereite ich vor der Meditation die zu stellende Frage(n) sorgfältig vor. Denn hier kann der Wortlaut sehr wohl eine grosse Rolle spielen.
Eine diesbezügliche Frage könnte zum Beispiel lauten:
Welche berufliche Richtung bringt mir auch gute persönliche und spirituelle Entwicklungsmöglichkeiten?

Als ich das letzte Mal - vor ca. einer Woche - diese Frage stellte, bekam ich drei Antworten von meinen Begleitern. Und diese kamen in Form von kurzen Sequenzen.
Sequenz 1 war ein Coaching mit einer bestimmten Einzelperson
Sequenz 2 war ein Seminarausschnitt einer Gateway Exkursion
Sequenz 3 war ein Ausschnitt einer Projektarbeit
(alles schwarz-weiß, zweidimensional und sehr gedämpfte Lautstärke in Mono-Qualität. Daran erkenne ich eine bestimmte Quelle, von der diese Informationen stammen)

Ich ging innerlich ein paar Schritte zurück und fragte mich: was sind die übergeordneten Themen und möglichen Lernerfahrungen:

  • Coaching - Lernerfahrung ist der Umgang mit mir und anderen Einzelpersonen durch zuhören
  • Training - Lernerfahrung ist der Umgang mit mir vor Gruppen durch reden
  • Consulting - Lernerfahrung ist die Anwendung von Wissen durch tun

Was mache ich nun mit den Antworten?
Alle drei Antworten beinhalten eine bestimmte Gefühlsqualität. Und hier ist auch der Schlüssel.
Wie bekomme ich heraus, was nun das Beste ist?

Und die Antwort lautet.....

Durch mentales ausprobieren (Mentaltraining) versetze ich mich intensiv in die jeweilige Situation hinein und erkunde dabei, wie es mir dabei geht. Dabei versuche ich, mir möglichst viele Details so genau wie möglich vorzustellen, genau hinzuhören und nachzuspüren, während ich die Situation durchzuspiele. Und dies inklusive der Auswirkungen auf mich, meine Familie, meine Freinde, meine Arbeiteskollegen, mein Arbeitsumfeld, ...

Dadurch bekomme ich ein Gefühl dafür, ob ich das überhaupt will.
Und wie gut es mir dabei geht.
(Im NLP nennt man so etwas Ökologie-Check)

Durch die gedankliche Vorwegnahme des Ergebnisses, bekomme ich eine umfassende Erfahrung dessen, wie es sein wird. Dabei spielt es keine Rolle, dass die gedankliche Zukunft wahrscheinlich nicht genaus so sein wird, wie ich mir das vorgestellt habe. Es geht hier um emotionale Qualität und um die innere (geht's mir gut) und äußere (geht's anderen gut) Ökologie (Auswirkungen auf Umfeld).

Ich habe also alle drei Antworten ausprobiert, in mich hineingehorcht und mir vorgestellt.

And the winner is...
eine ganz bestimmte Kombination aller drei Antworten.
Darauf gehe ich hier jedoch nicht mehr ein.

Also:
Solltet ihr auf diese Frage zum Beispiel einen Baum als Antwort bekommen, dann kann das viel bedeuten. Diese Antwort hat mich euch zu tun. Und es geht wahrscheinlich nicht darum, dass ihr ein Baum werden sollt oder pflanzen sollt (höchstens in einem übertragenen Sinne)

Viel Spaß

Uli

 

** übernommen aus dem alten Forum.