Hemi-Sync-Erlebnisse mittels Traumdeutung entschlüsseln

Hallo, liebe Mitglieder und Interessenten,

als Neuling möchte ich gern meine Erfahrungen mit Hemi-Sync austauschen. Seit 2 Tagen habe ich die ersten 3 CD's aus der Meta-Musik-Reihe (ohne Sprache).

Eine erste, sehr beeindruckende, intensive "Reise" habe ich mit "Journey Home" erlebt. Die surrealen Bilder waren schön und traurig zugleich. Ich war tief im Innersten berührt, was sich auch in ein paar Tränen ausdrückte. Nie hätte ich gedacht, das bereits das erste Erlebnis so intensiv ausfallen würde!

Da ich mich seit Jahren mit Traumdeutung als Schlüssel zum Unterbewusstsein befasse, habe ich also versucht, die Bedeutungen der Symbole mit Hilfe meines Traumdeutungsbuches zu entschlüsseln. Dabei bin ich zu überraschenden Erkenntnissen über mich selbst gekommen, wie sie mir noch nie zuvor ein Traum in dieser Komplexität hatte liefern können.

Vielleicht kann das ein Tipp sein für alle, die ihren Meditations-Erlebnissen noch fragend gegenüberstehen. Nur die Tür zum Unterbewussten geöffnet, die Informationen aber nicht verstanden zu haben, wäre ja nur der halbe Weg.

Und welche Erlebnisse hattet Ihr am Anfang?

Liebe Grüße,
Anja.

 

*** aus altem Forum übernommen.

Hallo Anja, Danke für

Hallo Anja,

Danke für Ihren Beitrag hier im Forum.

Sie schildern eine sehr schöne Möglichkeit, mittels Traumdeutungsbuch die
Meditationserfahrungen mit persönlicher Bedeutung zu füllen.

Die Erfahrungen, die wir machen, sind im hohem Maße von unserer gesetzen Absicht abhängig. Dieses setzen der Absicht kann bewusst erfolgen: "In dieser Übung werde ich ...".
Wird keine Absicht gesetzt, dann kommen eher Erfahrungen, die mit den momentan anstehenden Themen zu tun haben.

Traumdeutungsbücher gibt es viele. In meinen bisherigen Traum-Seminaren kam zum Vorschein, dass persönlich angefertigte Symbolbedeutungsbücher /-listen viel treffsicherer sind, als allgemein auf dem Markt erhältliche. Dies ist zwar mit Aufwand verbunden, ist jedoch die Mühe auch wert.

Meditationserfahrungen (und auch Traumerfahrungen) ergeben meist erst in einem bestimmten Kontext einen Sinn. Der Kontext wird durch die Affirmation (bzw. die gesetzte Absicht) vorgegeben.

Vieles, was in der Traumdeutung verwendet wird, ist auch für Meditationserfahrungen sinnvoll.

Was vielleicht noch ein oder zwei Gedanken wert ist:
Das bewusste fokussieren in einen bestimmten Bewusstseinszustand ermöglicht dort Sinneseindrücke. Diese Sinneseindrücke durchlaufen - in allen Bewusstseinszuständen - verschiedene Phasen.
ALLE Sinneseindrücke werden gefiltert, ergänzt (aus unserem Erfahrungsschatz), verzerrt und mit der nahesten Entsprechung dessen, was in unserem Wissensnetz schon gespeichert ist, abgeglichen. Das Ganze wird dann noch mit Bedeutung versehen und uns dann mehr oder weniger als Wahrnehmung bewusst.
Viele Wahrnehmungen mit der Bedeutung "unrealistisch" werden verworfen.
Andere Wahrnehmungen werden weiter interpretiert und mit Erinnerungen ergänzt.

Diese Mechanismen sind komplexe Vorgänge und es bedarf einer gewissen Übung, sich während der Meditation nicht verleiten zu lassen, entweder sich in den Bildern zu fangen (Gefahr des Einschlafens und des Vergessens) oder alles zu kommentieren (Gefahr, das der Wahrnehmungsstrom abreisst).

Es ist wie das balancieren auf einem Zaun. Die Kunst ist, immer ein wenig im Ungleichgewicht zu bleiben, dass man ausgleichen kann... Surfen (im Wasser) ist auch ein schöner Begriff...

Und die Bedeutungen, die den Bildern "angehängt" werden, finden sich in bestimmten Kontexten auch in unseren eigenen Träumen wieder.

Ausserdem ist die bewusste Bearbeitung der Träume eine wunderbare Hilfe, mit solchen Inhalten umzugehen, die aus unserem Innern kommen. Möglichst als Beobachter und nur manchmal die Bilder, Worte, .... wörtlich nehmen (z.B. Zahlen, Orte, Eigennamen,...).
Unser Unbewusstes hat viel Humor und liefert oft doppel-/mehrfachdeutiges.

Viele Grüße

Uli

 

** aus altem Forum übernommen.